Etwas, das mir seit Tagen durch den Kopf schwirrt.
Nachdem D. gestorben ist, war ich gefangen in einem Loch, aus dem ich nicht heraus wollte, konnte. Ein Stich im Herz. Gehüllt in Verzweiflung. Ein Knoten im Hals. Bei dem kleinsten Gedanken an ihn. Tränen, ständing in Aufbruch- und Ausbruchstimmung und doch nie geweint.

Ein Satz, der mir immer durch den Kopf schwebte. In Dauerschleife. Fett gedruckt. Mein Leben für eine letzte Stunde mit Dir.
Zunehmend entwerfe ich mich davon. Vor sieben Jahre hätte ich alles weggeworfen, alles hier stellvertretend für mein Leben, um ihn noch einmal an meiner Seite zu haben, noch einmal seine Hand halten zu können.

Die Jahren sind vergangen. Mein Weltbild hat sich geändert. Mein Bild von mir und dem Leben hat sich geändert. Diese Sehnsucht nach ihm ist ständiger Begleiter. Dieses Loch, das keiner zu füllen vermag. Diese Leere, die er hinterlassen hat.

Aber dieser eine Satz. Ich verliere ihn. Ich verliere seine Bedeutung für mich. Zeitgleich tritt ein Gefühl hervor, das Gefühl ihn dadurch zu verraten. Gefangen zwischen loslassen und leben. Zwischen Dir und mir. Auf Teufel komm raus an der Vergangenheit festhalten, parallel jedoch in der Gegenwart präsent sein und sein wollen.

Gedankenwirr um kurz nach Mitternacht.
28.11.09 00:20
 


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